Hallenbau: Welche Materialien sind am besten?

  • Theresa Bruns von Theresa Bruns
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Hallenbau

Der vielerorts seit Wochen anhaltende Regen zeigt vielen Unternehmern wieder einmal, dass der Faktor Witterungsbeständigkeit im Hallenbau nicht zu unterschätzen ist. Vor allem dann nicht, wenn in der Halle empfindliche Güter oder teure Maschinen untergebracht werden sollen. Auch Sturm und Kälte können ihnen stark zusetzen. Doch welches Material eignet sich für eine Halle eigentlich am besten?

Die vier gängigsten Hallenarten:

Stahl überzeugt mit vielen Vorteilen

Mit seiner hohen Tragfähigkeit ist Stahl ein sehr beliebter Werkstoff für den Hallenbau, zumal entsprechende Konstruktionen in relativ kurzer Zeit gebaut werden können. Große Breiten lassen sich in der Regel problemlos realisieren, auch Erweiterungen sind möglich. Die Ausstattung hängt von den individuellen Anforderungen ab und kann ganz nach Bedarf angepasst werden. Denkbar sind zum Beispiel Fenstersysteme und Lichtkuppeln, aber auch die verschiedensten Tore.

Grundsätzlich sind Stahlhallen sehr langlebig und robust, aber auch korrosionsanfällig. Dies kann jedoch durch das vollständige Feuerverzinken verhindert werden. Feuerverzinkter Stahl rostet nicht, das heißt, Regen und Schnee richten keinen Schaden an. Wer sich für eine Stahlhalle interessiert, sollte sich am besten an ein Generalunternehmen wenden. Es kann Komplettlösungen anbieten, das heißt, von der ersten Beratung bis zur schlüsselfertigen Übergabe und sogar noch darüber hinaus steht jederzeit ein kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung.

Betonhallen bleiben dauerhaft an Ort und Stelle

Im Gegensatz zu einer nicht ortsgebundenen Stahlhalle ist eine Halle aus Beton in jedem Fall an ihren Bauort gebunden. Steht also nach einiger Zeit ein Verkauf im Raum, weil die Halle nicht mehr gebraucht wird, schränkt dieser Aspekt den Kreis der potenziellen Käufer wahrscheinlich deutlich ein. Für den Bau wird zudem ein aufwendiges Fundament benötigt, für das wiederum eine recht lange Härtezeit erforderlich ist. Insgesamt punktet eine Betonhalle mit einer langen Nutzungsdauer, einer guten Wärmedämmung sowie einem gewissen Lärmschutz. Sie ist stabil, witterungsbeständig, aber nicht säurebeständig. Für viele Unternehmen ist eine Betonhalle aufgrund der verhältnismäßig hohen Kosten nicht wirtschaftlich genug, so dass sie sich häufig für einen anderen Werkstoff wie beispielsweise Stahl entscheiden.

Holzhallen sind wartungsintensiv

Eine Halle aus Holz überzeugt zunächst einmal mit einer wohnlichen und angenehmen Atmosphäre, weshalb sie gerne als Verkaufsfläche genutzt wird. Für eine Lager- oder Produktionshalle ist Holz dagegen weniger gut geeignet. Das Material ist gegenüber vielen Stoffen recht anfällig und zudem sehr wartungsintensiv, das heißt, es muss regelmäßig gestrichen werden. Umgekehrt punktet es mit einer natürlichen Dämmung, was für manche Güter vielleicht ein Vorteil ist. Hier muss also genau abgewogen werden, ob eine Holzhalle für den jeweiligen Zweck die richtige Lösung ist. Zu beachten ist auch, dass Holzhallen im Brandfall keine optimale Festigkeit bieten.

Aluminium, das Leichtgewicht unter den Werkstoffen

Aluminium hat ein relativ geringes Gewicht und ist einfach zu verarbeiten. Beim Bau einer Halle sind auch größere Breiten möglich, ein Fundament ist in vielen Fällen nicht erforderlich. Aluminiumhallen sind ebenso wie Stahlhallen nicht ortsgebunden und sehr witterungsbeständig. Beide Materialien besitzen also ganz ähnliche Eigenschaften und Vorteile, was die Entscheidung nicht ganz einfach macht.

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