Schwimmhaus: Bauweisen, Anbieter und Preise im Vergleich

Ist die Rede von einem Schwimmhaus, Wohnschiff oder Hausboot, ist die Abgrenzung nicht immer trennscharf. Grundsätzlich ist unter einem Schwimmhaus ein Haus auf dem Wasser zu verstehen. Es verfügt nicht zwangsläufig über einen eigenen Antrieb wie einen Elektromotor und ist für einen permanenten Standort ausgelegt. Demnach handelt es sich mehr um ein Haus als um ein Boot. So erinnern Schwimmhäuser auch optisch zumeist eher an Bungalows als an ein Boot.

Demgegenüber kommt einem Wohnschiff eher der Charakter eines Bootes zu. Es verfügt über einen Antrieb und ist von außen häufig kaum von anderen Schiffen zu unterscheiden. Neben dem Wohnzweck erfüllt es auch die Funktion als Fortbewegungs- und Transportmittel.

Wohnen auf dem Wasser aus rechtlicher Sicht

Schwimmhaus mit Steg

Solange ein Schwimmhaus nicht dauerhaft an einem Liegeplatz anlegt und nicht primär dem Wohnzweck dient, gilt es aus rechtlicher Sicht als Sportboot. Baurechtliche Auflagen haben Sie hier keine zu erfüllen.

Das ändert sich, wenn Sie über einem längeren Zeitpunkt an einem festen Liegeplatz mit Ihrem schwimmenden Haus andocken. In diesem Fall verliert das Hausboot seinen rechtlichen Status als Boot und gilt von nun an als Immobilie. 

Wie bei einem Haus auf dem Land auch gilt es, die örtlichen Bauauflagen einzuhalten. Ferner bedarf es einer Genehmigung durch das örtlich zuständige Bauamt oder die Gemeinde.

Mieten oder kaufen?

Wer ein Schwimmhaus kaufen möchte, der steht zumeist vor langwierigen Genehmigungsverfahren. Eine weitere Herausforderung bietet die Suche nach einem Liegeplatz für das Haus auf dem Wasser. Letztere sind gerade in beliebten Städten rar gesät und teilweise nur mit mehreren Jahren Wartezeit zu bekommen.

Aus diesen Gründen besteht in der Miete eine beliebte Möglichkeit- auch dann, wenn ausreichend finanzielle Mittel für einen Kauf zur Verfügung stehen. So gibt es mittlerweile auch Hersteller, die ihre Schwimmhäuser bezugsfertig zur Miete mitsamt Liegeplatz anbieten. Mieter können ich hier ins gemachte Nest setzen ohne langwierige Genehmigungsverfahren und Wartezeiten.

Kosten für das Haus auf dem Wasser

Zunächst einmal fallen Kosten für den Liegeplatz an. Aufgrund der größeren Fläche erstreckt sich der Platz auf dem Wasser meist über mehrere Bootsanlegestellen. Die Vergabe des Liegeplatzes erfolgt zumeist die Gemeinde, die eine jährliche Gebühr erhebt. Diese liegt je nach Hafen zwischen 3.000 und 6.000 im Jahr.

Wie Häuser auf dem Land auch gibt es Schwimmhäuser mit verschiedenen Wohnstandards. Einfache Hausboote ohne Dämmung und Heizung gibt es schon ab 1.000 Euro pro Quadratmeter.

Daneben gibt es Häuser, die in Sachen Wohnkomfort mit jedem modernen Haus auf dem Festland mithalten können. Diese sind vollständig gedämmt, verfügen über eine Heizung und sind ganzjährig bewohnbar. Der Preis für ein solches Schwimmhaus liegt schlüsselfertig bei 2.000 bis 3.000 den Quadratmeter.

Für wen sich ein Schwimmhaus lohnt

Gegenüber einer Immobilie auf dem Festland bietet ein Wohnschiff folgende Vorteile:

  • Mobilität: Das Mobilheim auf dem Wasser kann seinen Liegeplatz wechseln. Anders als bei einer Immobilie auf dem Land binden sich Eigentümer somit nicht an ein Grundstück.
  • Besonderes Wohnerlebnis: Mit dem Wohnen auf dem Wasser geht ein ganz besonderes Wohngefühl einher. Wasser beruhigt und schafft so ein angenehmes Klima.
  • Ökologisch: Die meisten Hersteller von Schwimmhäusern legen großen Wert auf eine ökologische Bauweise. Holz überwiegt schon allein deshalb, weil es ein besonders leichtes Material ist, das sich gerade für schwimmende und mobile Häuser eignet.

Als Nachteil eines Schwimmhauses wiederum kann das aufwändige Genehmigungsverfahren genannt werden. Auch die Kosten für den Bau liegen meist über denen eines Hauses auf dem Land.

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