Was ein Holzblockhaus ausmacht, Anbieter und Preise im Check

Das Holzblockhaus besteht aus massiven Baumstämmen, die je nach Bauweise mehr oder weniger bearbeitet sind. Bei einem Naturstammhaus beispielsweise bleibt die ursprünglich runde Form der Blockbohlen erhalten und lediglich die Rinde wird entfernt. Bei anderen Blockhäusern kommen statt Rundstämme profilgefräste Vierkanthölzer zur Anwendung.

Holzblockhaus

Das Holzblockhaus basiert auf der Holzmassivbauweise. Darin grenzt es sich von Holzhäusern in Leichtbauweise wie Holzrahmenhäusern ab. Letztere bestehen aus einem Gerippe aus tragenden Balken, die Hersteller mit mehrschichtigen Holzplatten verkleiden. Eine Bauweise, die vor allem bei Fertighäusern und Bausätzen große Verbreitung findet.

Im Unterschied dazu besteht das Blockhaus aus tragenden Baumstämmen, die Hersteller zu massiven Wänden aufschichten.

Warum Blockhäuser teurer als Holzrahmenhäuser sind

Die Preise für Holzblockhäuser bewegen sich rund 20 % über denen von Holzrahmenhäusern. Während ein Rohbau für ein Wohnhaus in Leichtbauweise bereits ab 1.000 Euro erhältlich ist, kostet ein Blockhaus mindestens 1.200 Euro je Quadratmeter. Die höheren Kosten rechtfertigen sich durch den höheren Aufwand beim Bau sowie den höheren Preisen für das Material.

Holzrahmenbauten lassen sich größtenteils bereits ab Werk vorfertigen. Wände beispielsweise liefern Hersteller oft schon vormontiert zum Grundstück, sodass sie hier nur noch zusammengesetzt werden müssen.

Bei einem Blockhaus hingegen bedarf es deutlich mehr Handarbeit. Das gilt vor allem für Häuser aus Rundstämmen wie Natur- und Rundstammhäuser, bei denen Hersteller die individuelle Form jedes einzelnen Stammes auf die des nächsten anpassen müssen.

Sparmöglichkeiten: Bausätze und Häuser aus Polen

Um die Kosten für den Hausbau zu senken, werfen viele Interessenten einen Blick nach Polen. Im benachbarten Osteuropa liegen die Preise aufgrund niedrigerer Lohnkosten unter denen in Deutschland. Auch einige deutsche Anbieter für Holzblockhäuser haben einen Teil ihrer Produktion nach Polen ausgelagert. Wer sich für einen Kauf aus dem Ausland entscheidet, sollte darauf achten, dass die Häuser deutsche Standards wie der Energieeinsparverordnung (EnEV) erfüllen. Die Transportkosten und die Sprachbarriere bergen oft ungeahnte Probleme, sodass sich der Kauf aus Polen trotz günstigerer Preise nicht zwangsläufig lohnt.

Eine andere Sparmöglichkeit besteht in einem Bausatz. Hier stellt der Hersteller des Holzblockhauses das Baumaterial. Der Bau des Hauses erfolgt in Eigenleistung des Käufers. Was beim Blockhausbau für den Garten durchaus machbar ist, gestaltet sich bei einem Wohnhaus in Blockbauweise wesentlich aufwändiger. Ein Bausatz erfordert handwerkliches Know How voraus und geht meist mit einer deutlich längeren Bauzeit einher.

Warum sich ein Holzblockhaus lohnt und Nachteile

Bezeichnung findet das Holzblockhaus oft auch als Allergikerhaus. Das liegt daran, dass es sich vollständig mit Naturstoffen bauen lässt. Wände und Dach bestehen aus Blockbohlen, die Dämmung in den Zwischenräumen erfolgt mit Leinen oder Schafwolle. Darüber hinaus wartet ein Vollholzhaus mit folgenden Vorteilen auf:

  • Lässt sich vollkommen schadstofffrei und ohne synthetische Stoffe bauen
  • Durch die Holzbauweise setzt es auf einen nachwachsenden, klimaneutralen Rohstoff
  • Im Inneren herrscht ein angenehmes Raumklima, da Holz atmet und die Raumluft verbessert
  • Holz hat von Natur aus gute Dämmwerte, weshalb Holzhäuser mit weniger bis keiner Zusatzdämmung auskommen

Demgegenüber ist die Seite der Nachteile überschaubar. Ein Grund, warum sich Holzhäuser in den letzten Jahren über reißende Absätze erfreuen.

Eigentümer sollten sich allerdings bewusst sein, dass ein Holzblockhaus wesentlich mehr Pflege bedarf als ein Steinhaus. Durch den Einfluss von Wind, Sonne und Regen ergraut die Außenfassade. Etwa alle 2 bis 3 Jahre müssen Eigentümer deshalb zu Pinsel und Farbe greifen und streichen. Zusätzlich empfiehlt sich die Behandlung mit Pflegemittel.

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